Krakelierlack (Reißlack) selber herstellen

Krakelierlack (Reißlack) selber herstellen

Wer „Shabby Chic“ mag, wird dieses DIY lieben! Ich zeige euch heute, wie ihr Krakelierlack (crackle paint) selber machen könnt.

Altes, verwittertes Holz zieht mich magisch an. Geht es euch auch so? Gerade lackiertes Holz, dessen Farbe einer komplett ausgetrockneten Wüstenlandschaft gleicht, ist an Schönheit kaum zu übertreffen. Vielleicht liegt es daran, dass es Geschichten erzählt. Oder zumindest der Illusion davon. Denn heute lässt sich der „uralt“-Effekt mittels spezieller Lacke ganz einfach simulieren. Ein sogenanntes „crackle medium“ sorgt dafür, dass alles im Handumdrehen im romantischen Shabby- oder kantigem Industrial-Look erstrahlt. Wir brauchen nur zwei Schichten Farbe in verschiedenen Tönen und eine Schicht Krakelierlack. Klingt einfach oder? Ist es auch! Nur leider nicht ganz günstig.

Deswegen möchte ich euch heute zeigen, wie ihr diesen Bruchlack-Effekt auch ohne Krakelierlack erreichen könnt. Es ist günstiger und zeitsprarender und erzielt den gleichen Effekt von verwitterten Oberflächen. Und da ich bekannterweise eine absolute Baumarkt-Fanatikerin bin, kommt mein Äquivalent natürlich aus dem Baumarkt.

 

Krakelierlack selber machen | A Little Fashion | https://www.filizity.com/diy/krakelierlack-selber-machen-fotohintergrund-props

Den Krakelier-Effekt könnt ihr nach Belieben einsetzen. Ob ihr Möbel altern lassen, einzelne Deko-Objekte wie Vasen oder Schalen verschönern oder euch neue Fotohintergründe basteln möchtet, der Fantasie ist keine Grenzen gesetzt. Ich habe mir einen neuen Fotountergrund damit gebastelt und der wird definitiv der letzte in meiner Sammlung sein! Es gibt doch noch sooo viele tolle Farben!

 

DIY crackle paint: Krakelieren ohne Krakelierlack - So einfach geht's!

 

Ihr braucht:

Krakelierlack selber machen | A Little Fashion | https://www.filizity.com/diy/krakelierlack-selber-machen-fotohintergrund-props

  • eine Holzplatte (oder ein Objekt, das ist krakelieren wollt. Ich habe ein Laminatstück in 3 gleiche Teile gesägt und aneinander „geklickt“; hinten Panzertape quer drüber und fertig ist der Fotohintergrund)
  • Acryl- oder Abtönfarbe in 2 verschiedenen Tönen (je unähnlicher die Töne sind, desto stärker der Effekt)
  • Holzleim (oder Bastelleim)
  • Pinsel (Dieser sollte nicht haaren!)
  • optional: einen Föhn

 

Und so krakeliert ihr ohne crackle medium:

Krakelierlack selber machen | A Little Fashion | https://www.filizity.com/diy/krakelierlack-selber-machen-fotohintergrund-props

  • Streicht zunächst die gesamte Oberfläche in der Farbe, die später unter den Rissen durchscheinen soll, und lasst die Farbe gut durchtrocknen.
  • Streicht eine Schicht Leim auf die gesamte Oberfläche.
    TIPP: Je dicker diese Schicht ist, desto größer werden die Risse in der oberen Farbschicht später. Für feine Risse könnt ihr den Leim z.B. mit einer Rolle statt einem Pinsel auftragen.
    TIPP: Wenn ihr größere Flächen bemalt, solltet ihr sie ab hier in einzelne Segmente unterteilen. Der Leim trocknet schnell, muss aber noch nass sein, wenn die zweite Farbschicht drüber kommt.
  • Streicht, solange der Leim noch nass ist, die zweite Farbe drüber. Streicht hier immer nur in eine Richtung (hin und zurück), nicht kreuz und quer.
  • Wartet, bis alles gut durchtrocknet.
    Während die Farbe trocknet, könnt ihr bereits sehen, wie die obere Farbe reißt.
    TIPP für Ungeduldige: Kleinere Flächen könnt ihr auch trocken föhnen. Bei großen Flächen können sich hierbei aber Blasen unter der oberen Farbschicht bilden. Außerdem steht der Stromverbrauch bei großen Flächen ja auch in keinem Verhältnis mehr zur Zeitersparnis ;)

Wie findet ihr das Ergebnis? Kann sich doch sehen lassen, oder?

 

Krakelierlack selber machen | A Little Fashion | https://www.filizity.com/diy/krakelierlack-selber-machen-fotohintergrund-props

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18 Comments

  • Limettchen 20. April 2016 13:11

    Hallo meine Liebste,

    der Trick ist so genial wie einfach!

    Den werde ich definitiv auch mal nutzen ;)

    GLG
    Limettchen
    Limettchen hat kürzlich veröffentlicht: Food: Magic „Schoko“ Cake – DER Food-TrendMy Profile

  • Minnja 20. April 2016 18:50

    Eine wunderschöne DIY-Idee. Vielen Dank für die Inspiration ;)

    Liebste Grüße
    Claudia von minnja.de

  • Karin 21. April 2016 16:39

    Hi!
    Sehr nett! Ich kannte die Technik auch noch nicht. Danke, dass du sie geteilt hast.
    mlG Karin
    http://www.doiteria.com

  • Stine 23. April 2016 22:51

    Das Ergebnis ist toll. Damit können ein paar Stücke ganz schnell altern.
    Das Wetter wird ja die nächsten Tage eh nicht so schön und da habe ich schon ein neues Projekt.
    Wünsche Dir ein schönes Restwochenende
    Stine

  • Moni 24. April 2016 08:59

    Tolle Idee! Das muss ich definitiv mal ausprobieren.
    LG
    Moni

  • C&B with Andrea 24. April 2016 16:47

    Hi Filiz,
    Du kannst Gedanken lesen glaube ich :D Vielen Dank für dieses tolle DIY, das muss ich demnächst mal nachmachen :)
    Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntagabend <3
    Andrea

  • Wendy 25. April 2016 13:58

    Interessante Idee. Auf jeden Fall etwas günstiger als echter Krakelierlack. Danke!

  • Hans 8. Juli 2016 11:33

    Hallo,

    sieht toll aus. Kann man statt Acrylfarbe auch als obere Schicht eine Lacklasur verwenden? Würde gerne einen Tisch neu streichen und ihm ein paar „Highlights“ verpassen. Den ganzen Tisch mit Acrylfarbe zu streichen wird etwas teuer und er ist noch nicht geschützt..

    • Filiz 11. Juli 2016 12:27

      Hallo Hans,
      das kommt ganz drauf an. Ich habe noch nie mit einer Lacklasur gearbeitet, aber wenn die ins Holz einziehen soll wie eine Lasur, dann würde es so nicht klappen, da der Leim das ja verhindert. Ich hätte es gern getestet, habe aber keine Lacklasur da. Vielleicht kannst du es ja erst mal auf einer kleinen Fläche testen (und mir gern berichten^).

      Liebe Grüße,
      Filiz

  • kathrin sellin 23. Mai 2017 20:09

    Was für eine geniale Lösung. Vielen, vielen Dank für diesen so hilfreichen Tipp.

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