[ #DBVDH ] Liza•li Germany

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Unsere Beitragsreihe „Die bunte Vielfalt des Handwerks“ geht in die dritte und vorletzte Runde, und noch einmal haben wir eine Lisa zu Gast. Diesmal aber keine Fotografin, sondern eine Modedesignerin. Eine Freundin aus Tanjas Berufsschulzeiten und Gründerin von liza•li.

Geprägt durch ihre Mutter, die Modedesignerin ist, wusste die heute 26jährige gebürtige Gelsenkirchenerin schon in ihrer Kindheit, welchen Weg sie später einschlagen würde. Auch ohne genau zu wissen, was Modedesign eigentlich ist, wollte sie schon immer das machen, was ihre Mutter macht. Diesen unterbewussten Berufswunsch verfolgt sie bis heute und designt in ihrem hauseigenen Atelier in Krefeld ihre eigene Kollektion. Und stellt die entworfene Kleidung auch selbst her.

Ihr junges Label, das sie 2015 gegründet hat, hat sie liza•li genannt  – nach ihrem früheren Kosenamen „Lisali“. Ihrer Kleidung soll die Persönlichkeit ihrer Kunden unterstreichen. Die Trägerinnen sollen sich weiblich, sinnlich und gewissermaßen frei fühlen, nicht jeden Trend mitmachen zu müssen. Lebendig, vielseitig, eine Kombination aus romantisch und clean  – so lässt sich liza•li beschreiben. Und tierlieb. Tierlieb? Die Idee dahinter ist einfach: Jede Kollektion soll mindestens ein Kleidungsstück enthalten, das dem Tierschutz gewidmet ist und dessen Erlös an verschiedene Tierschutzorganisationen geht. Das ist Lisas großes Ziel.

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Auf www.lizali.de kann man die Kollektion bald online shoppen. Bis dahin kann man Lisa aber mit seinem Wunsch einfach anschreiben. Sie beißt nicht, versprochen! ;)

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Und das ist sie, der kreative Kopf hinter dem Start up Label:

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Lisa Schüßler, Foto: liza•li

 

Raum für Kreativität

Mit ihrem Wunschberuf hat sie einen abwechslungsreichen Alltag, der neben den Standard-Aufgaben wie Stoffe bestellen, Schnitte vorbereiten, Zuschneiden, Nähen und Büroarbeiten täglich neue Herausforderungen mit sich bringt. Aber auch viel Raum für kreative Ideen und Arbeiten bietet. Das ist auch genau das, was den Beruf des Modedesigners ausmacht: Kreativität.

Doch es gehört natürlich noch mehr zu dem Beruf. Geduld z.B. ist hier eines der wichtigsten Kriterien. Denn viele Dinge klappen nicht gleich beim ersten Mal, funktionieren nicht nach dem vorher ausgearbeiteten Plan. Man muss immer wieder herum probieren und auch mal von vorne anfangen. Auch ein gutes Vorstellungsvermögen ist unabdingbar. Man sollte ein zumindest grobes Bild davon haben können, wie aus einer Idee eine Skizze, aus der Skizze ein Schnittmuster, aus einem Schnittmuster ein Kleidungsstück wird.

Natürlich geht wie bei allem auch hier ohne Leidenschaft gar nichts. Ok, es geht schon, aber es geht nicht gut. Denn egal, welchen Beruf wir uns aussuchen, erst die Leidenschaft macht uns erfolgreich und treibt uns dauerhaft an.

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Fotos: liza•li

 

Der Weg zum Glück

Der Weg zur Modedesignerin führt über ein entsprechendes Studium. Zum Beispiel an der Hochschule Niederrhein, wo auch Lisa ihren Abschluss als „Design-Ingenieur für Mode“ gemacht hat. Es gibt aber auch einige Fachhochschulen, an denen angehende Modedesigner ihren Abschluss machen können.

Die Inhate des Studiums sind je nach Fachschule und Schwerpunkt (Haute Couture, kommerzielle Mode, …) sehr unterschiedlich. Gelernt hat Lisa in ihrem Studiengang:

  • Kollektionsplanung: Kollektionsrahmenplan erstellen, welche Mittel werden benötigt? Budget einplanen, Informationen einholen, Ideen sammeln und auch aussortieren (man kann nicht alles herstellen, daher immer gut aussortieren auch wenn es schwer fällt)
  • Ideen/ Skizzen in technische Zeichnungen umsetzen: Technische Zeichnungen werden mit dem Computer erstellt unter Verwendung von Adobe Illustrator oder Corel Draw (technische Zeichnungen sind hier unheimlich wichtig, da sie genau aufzeigen, wie die Schnitte aussehen sollen)
  • Schnitte erstellen (bezogen auf die technischen Zeichnungen), in erster Linie von Hand aber auch am PC
  • Teile fertigen (auf industrielle Art, d.h. möglichst kostengünstig)

Desweiteren gehören allgemeine Fächer wie Mathematik, BWL, Marketing, EDV, Kostenrechnung zum Studium, damit den angehenden Designern der Start ins Berufsleben erleichtert wird.

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Foto: liza•li

 

Der Start in den Beruf

Ist das Studium absolviert, stehen frisch gebackenen Modedesignern viele Türen offen. Neben der klassischen Kollektionserstellung und Beratungstätigkeiten (Styleberater) können sie heutzutage auch als Modeblogger Fuß fassen.

Wichtig ist in jedem Fall, vor dem Einstieg ins Berufsleben die Zielgruppe genau zu definieren. Diese ist sehr unterschiedlich, je nach dem, ob man Unikate produzieren (Maßschneiderei) oder eine breite Masse (Konfektionskollektionen) ansprechen möchte.

Unabhängig von der Zielgruppe haben Modedesigner automatisch Kontakt mit fremden Tätigkeitsbereichen, sodass immer wieder spannende Kooperationen entstehen. So arbeiten sie z.B.mit Fotografen zusammen, die die designte Kleidung ins bestmögliche Licht setzen. Und mit Models, die die passende Stimmung transportieren. Zum Anderen sind auch die Vertriebswege stehts mit Kooperationen verbunden, unter anderem auch mit Modeblogs.

Auch gibt es verschiedene Platformen wie Eururio, die aufstrebende Designer/Modelables vernetzen und fördern. Gerade für Start Ups wie Lisa eine sehr gute Möglichkeit, sich auf dem Markt zu etablieren.

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Foto: liza•li

 

3-Minuten-Interview

Das Schönste an deinem Beruf?
Die eigenen Ideen zu verwirklichen, denn ich bin ein absoluter Handwerker. Für mich ist es das Schönste, mit einer Idee im Kopf anzufangen, diese aufs Papier zu bringen und am Ende des Tages ein fertiges Teil in der Hand zu halten. Man sieht einfach, was man an dem Tag geschaffen/erschaffen hat.

Das Schwierigste an deinem Beruf?
Von anderen abhängig zu sein  – z.B. von Stofflieferanten. Sie nennen einen Liefertermin, man kalkuliert damit, und am Ende liefern sie doch viel später. Das kann passieren, und dann steht man da und kann die eigenen Lieferzeiten nicht einhalten. Diese Abhängigkeit finde ich am schlimmsten.

Das Schlimmste, was dir bis jetzt in deiner Laufbahn als Designerin je passiert ist?
Sich eingestehen, wenn eine scheinbar gute Idee sich als eine nicht so gute entpuppt. In meinem Fall war es die Kooperation mit einer anderen Designerin. Auch wenn wir uns privat sehr gut verstanden und auch die gleichen Ziele hatten, war der Weg zum Ziel nicht der gleiche. Und dann muss man sich eben entscheiden, ob man so weiter machen möchte oder ob es nicht doch besser ist, auf sich selbst zu hören und seinen eigenen Weg zu gehen.

Dein Lieblingsort?
Draußen in der Natur. Ob im Wald, auf einer schönen Sommerwiese oder am Meer. All das sind mein Lieblingsorte.

Ein letztes Wort?
Do what you love everyday!

 

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